Veränderung – was nun?!
Veränderung in der Organisation bedeutet auch Veränderung für die Mitarbeiter. Manchmal sind es kleine Anpassungen, manchmal bleibt kein Stein auf dem anderen. Alte Gewohnheiten und Sicherheiten kommen ins wanken. Das alles muss ich als Mitarbeiter erst einmal verdauen. Muss ich wirklich? Will ich überhaupt?
Folgende Parabel verdeutlicht diese Situation (Verfasser unbekannt):
Ein europäischer Biologe hatte für eine Himalaja- Expedition eine Gruppe indischer Träger angeheuert. Der Forscher war in großer Eile, denn er wollte schnell an sein Ziel kommen. Nachdem die Gruppe den ersten großen Pass überschritten hatte, erlaubte er ihnen eine kurze Rast. Nach einigen Minuten rief er aber wieder zum Aufbruch. Die indischen Träger blieben aber einfach auf dem Boden sitzen, als hätten sie ihn gar nicht gehört. Sie schwiegen und ihr Blick war zu Boden gerichtet. Als der Forscher die Inder schärfer aufforderte, weiterzugehen, schauten ihn einige von ihnen verwundert an. Schließlich sagte einer: "Wir können nicht weitergehen. Unsere Körper sind zwar da. Aber wir müssen warten, bis unsere Seelen nachgekommen sind."
Veränderungen haben oft zu tun mit Änderungen von Rahmenbedingungen, Arbeitsabläufen, Zuständigkeiten, Aufgaben und Kompetenzen. Arbeitsbilder und Rollenbilder ändern sich – und dadurch auch die berufliche Identität eines Mitarbeiters. Damit verbunden sind meistens Änderungen auf der Ebene der Werte und Überzeugungen
Beim Beispiel des Key Account Managers bedeutet das:
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![]() | Zunächst verändert sich der äußere Kontext: Mehr Kundenkontakt, häufiger vor Ort, mehr Kommunikation mit dem Vertrieb. |
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![]() | Als Key Account Manager tut er etwas Anderes: weniger „im stillen Kämmerchen dahinforschen“, mehr mit internen und externen Kunden reden. Das heißt: Auf der Ebene der Handlungen sieht sein Tagesablauf ziemlich anders aus als vorher. |
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![]() | Dafür braucht er andere Fähigkeiten. |
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![]() | Auch auf der Ebene der Werte und Überzeugungen ändert sich etwas - z.B. rückt der Wert „wissenschaftliche Neugier“ in den Hintergrund, während „Interesse an konkretem Kundennutzen“ wichtiger werden muss. Schließlich ändert sich auch seine Identität: Er ist kein „Entwickler“ mehr, sondern ein |
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![]() | „ Key Account Manager“. |
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![]() | Und es muss für ihn Sinn machen, ihm einen Nutzen bringen, sonst macht er es zwar, weil ihm nichts anderes übrig bleibt, aber nicht mit hoher Motivation. |
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![]() | Können: Manchmal muss das Können (des Neuen) zu einem gewissen Maß da sein, damit das Vertrauen entsteht: „Ich schaffe das (doch)!“ – und dann das Gefühl von Sicherheit zurückkommt. Das bedeutet, dem Mitarbeiter die nötige Einarbeitung zu ermöglichen (Aus- und Weiterbildung, Training on the job, Mentoring, ...) |
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![]() | Sinn: Wenn der Mitarbeiter versteht, welchen Sinn und welchen Nutzen die veränderte Rolle für IHN und das Unternehmen hat, ist er eher bereit, die nötigen inneren Veränderungen vorzunehmen. Dafür braucht es Gespräche, Gespräche, Gespräche, .... |
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17.06.2005
![]() Für mich persönlich |
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Veränderung – was nun?!
Veränderung in der Organisation bedeutet auch Veränderung für die Mitarbeiter. Manchmal sind es kleine Anpassungen, manchmal bleibt kein Stein auf dem anderen. Alte Gewohnheiten und Sicherheiten kommen ins wanken. Das alles muss ich als Mitarbeiter erst einmal verdauen. Muss ich wirklich? Will ich überhaupt?
Folgende Parabel verdeutlicht diese Situation (Verfasser unbekannt):
Ein europäischer Biologe hatte für eine Himalaja- Expedition eine Gruppe indischer Träger angeheuert. Der Forscher war in großer Eile, denn er wollte schnell an sein Ziel kommen. Nachdem die Gruppe den ersten großen Pass überschritten hatte, erlaubte er ihnen eine kurze Rast. Nach einigen Minuten rief er aber wieder zum Aufbruch. Die indischen Träger blieben aber einfach auf dem Boden sitzen, als hätten sie ihn gar nicht gehört. Sie schwiegen und ihr Blick war zu Boden gerichtet. Als der Forscher die Inder schärfer aufforderte, weiterzugehen, schauten ihn einige von ihnen verwundert an. Schließlich sagte einer: "Wir können nicht weitergehen. Unsere Körper sind zwar da. Aber wir müssen warten, bis unsere Seelen nachgekommen sind."
Veränderungen haben oft zu tun mit Änderungen von Rahmenbedingungen, Arbeitsabläufen, Zuständigkeiten, Aufgaben und Kompetenzen. Arbeitsbilder und Rollenbilder ändern sich – und dadurch auch die berufliche Identität eines Mitarbeiters. Damit verbunden sind meistens Änderungen auf der Ebene der Werte und Überzeugungen
Beim Beispiel des Key Account Managers bedeutet das:
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![]() | Zunächst verändert sich der äußere Kontext: Mehr Kundenkontakt, häufiger vor Ort, mehr Kommunikation mit dem Vertrieb. |
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![]() | Als Key Account Manager tut er etwas Anderes: weniger „im stillen Kämmerchen dahinforschen“, mehr mit internen und externen Kunden reden. Das heißt: Auf der Ebene der Handlungen sieht sein Tagesablauf ziemlich anders aus als vorher. |
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![]() | Auch auf der Ebene der Werte und Überzeugungen ändert sich etwas - z.B. rückt der Wert „wissenschaftliche Neugier“ in den Hintergrund, während „Interesse an konkretem Kundennutzen“ wichtiger werden muss. Schließlich ändert sich auch seine Identität: Er ist kein „Entwickler“ mehr, sondern ein |
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17.06.2005
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