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Selbst-BEWUSSTSEIN – Teil 1: „RAUM“

 

„Ich bin nämlich eigentlich ganz anders, aber ich komme nur so selten dazu.“
(Ödön von Horvath)

„Selbstbewusstsein“ ist für viele Menschen ein Zeichen persönlicher Stärke und Souveränität – oft gleich bedeutend mit „Selbstsicherheit“ oder „Selbstvertrauen“. Nimmt man den Begriff wörtlich, dann hat diese Stärke offenbar etwas damit zu tun, sich „seiner selbst bewusst zu sein“. Da wir uns in unserem Leben ständig weiter entwickeln, oft ohne es richtig wahr zu nehmen, lohnt es sich, von Zeit zu Zeit eine Bestandsaufnahme vorzunehmen.

In diesem und den nächsten Newsletter-Beiträgen lade ich Sie ein, sich verschiedene Aspekte Ihrer Persönlichkeit bzw. Ihres Lebens bewusster anzusehen.


Ebenen der Persönlichkeit

Als Denkrahmen soll das Persönlichkeitsmodell von Robert Dilts dienen (vgl. Robert B. Dilts: "Von der Vision zur Aktion", S. 33):

 

 

 

 


 

 

 

 

Die Umgebung beeinflusst direkt oder indirekt unser Verhalten. Umgekehrt wirken wir durch unser Verhalten auf die Umgebung ein.

 

 

Innerhalb unserer Persönlichkeit wirken die blau gedruckten Ebenen ebenfalls wechselseitig zusammen, z.B.: ich kann nur dort bestimmte Handlungen setzen (z.B. ein Auto lenken), wenn ich die dafür nötigen Fähigkeiten habe. Umgekehrt trainiert häufiges Wiederholen einer Handlung die Fähigkeiten. Werte, Motive und Überzeugungen bestimmen, welche Fähigkeiten wir entwickeln. Auf einer tieferen Ebene spielen unser Selbstkonzept (Identität) und der Sinn-Aspekt eine wichtige Rolle.


Umgebung / Umfeld (RAUM)

Mein Umfeld beeinflusst mich ständig in meinen Handlungen, ob ich mir dessen bewusst bin oder nicht. Das Telefon läutet, ich hebe ab. Die Ampel wird grün und ich fahre los. Mein Gegenüber kritisiert mich und ich rechtfertige mich. Die Bürotür steht ständig offen, weshalb häufig Andere hereinkommen und „nur ganz schnell“ etwas von mir wollen.

Ein näherer Blick auf meinen persönlichen Umgang mit „Raum“ kann sehr aufschluss-reich sein. Er kann mir zeigen, welche Art von Umfeld mir gut tut und was mir zu schaffen macht. In der Folge kann ich mir überlegen, wie ich die förderlichen Umfeldeinflüsse in meinem Leben verstärke und die destruktiven Aspekte reduziere bzw. einen besseren Umgang mit ihnen finde.

Hier einige Fragen zum Thema „Raum“

1.  Welche Räume, Plätze, Orte, Umgebungen haben mich geprägt, berührt, geängstigt oder gestärkt?

 

Im Alter bis 7 Jahren (Vorschulzeit)

 

In der Zeit zwischen 7 und 21 Jahren?

 

In der Zeit ab 21 Jahren?

 

2.  Welche dieser Plätze haben mir Kraft, innere Ruhe, Zuversicht gegeben?

 

3.  Welche besondern Qualitäten haben diese „Kraftplätze“ ausgemacht?

 

4.  Welche Kraftplätze habe ich heute? Nutze ich sie ausreichend, um wieder „aufzutanken“ bzw. was könnte ich tun, um sie mehr zu nutzen?

 

5.  Was unterscheidet mein aktuelles Unternehmen von anderen Organisationen – was ist das Besondere? Was heißt das für mich als Mitarbeiter, Führungs-kraft oder Eigentümer bezogen auf Möglichkeiten und Freiräume sowie Verpflichtungen und Erfordernisse?

 

6.  Wenn ich das Umfeld in meinem aktuellen Unternehmen betrachte (das Gebäude insgesamt, meinen Verantwortungsbereich, meinen eigenen Arbeitsplatz, die Strukturen und Abläufe, Personen):

 

Was kostet mich (unnötigerweise) Energie?
Was gibt mir Kraft bzw. Sicherheit?

 

7.  Was kann ich im Bereich des Umfeldes ändern, damit es meinen Bedürfnissen mehr entspricht als bisher? Was konkret tue ich dafür? Wann?

 

8.  Wie kann ich mit nicht veränderbaren Umfeldeinflüssen konstruktiver umgehen, die mir bisher Kraft gekostet haben?

 

 

Im Februar-Newsletter wird diese Reihe mit dem Thema „Verhalten, Tätigkeiten (HANDELN)“ fortgesetzt.

 

KULTUhRWERK SALZSTRASSE

INK Institut für Narrative Kunst