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Die Magie des Lächelns

 

Ich lade Sie zu einem kleinen Experiment ein: Lächeln Sie ca. 10 Sekunden lang.
Lächeln Sie weiter – und versuchen Sie gleichzeitig, sich über irgend etwas zu ärgern.


Wo spüren Sie Ärger?

Ärger, Wut oder Zorn sind meist mit unterschiedlichen Körperreaktionen verbunden, z.B.: Druck im Magenbereich („Wut im Bauch“), Anspannung im Brust- und Nackenbereich, Anspannung im Kiefer- und Stirnbereich, Verengung der Augen etc.
In abgeschwächter Form passieren diese Reaktionen sogar, wenn Sie das Wort „Ärger“ einige Male hintereinander nur denken.

 

Das bedeutet: Das Empfinden von Ärger löst bestimmte Reaktionen auf der Körperebene aus.

 

Interessant ist, dass es umgekehrt auch funktioniert! Ballen Sie die Fäuste, beißen Sie die Zähne zusammen, verengen Sie Ihren Blick und atmen Sie einige Male kräftig in Ihren Solarplexus – es mag sein, dass sie nach einigen Atemzügen Ärger empfinden.


Und wenn ich mich nicht ärgern will?

Vor einigen Jahren besprach in das Thema Ärger mit meiner Coachin, einer sehr weisen Frau mit einem gesunden Sinn für Humor.
Ich sagte: „Mir passiert es immer wieder, dass ich mich über Kleinigkeiten ziemlich ärgere und mich dann immer mehr in den Ärger hineinsteigere. Hast du einen Tipp, wie ich das vermeiden kann?“

 

Sie meinte: „Der erste Schritt ist, dass du den Ärger wahrnimmst, wenn er gerade entsteht. Dann sagst du einfach innerlich: „Stop!“ Du nimmst deinen Ärger wahr, beschließt aber, dich heute nicht von ihm mitreißen zu lassen. Und dann machst du eine kurze Meditation. Wenn du sie das erste Mal machst, schließt du am besten die Augen. Wenn du viel Übung hast, kannst du sie auch mit offenen Augen machen.
Also: schließ jetzt deine Augen. Nun ziehe deinen linken Mundwinkel um ca. 1 cm in die Höhe.“ Ich machte das – mit voller Konzentration und noch ohne zu merken, worauf das Ganze hinaus lief. „Und nun ziehe deinen rechten Mundwinkel um ca. 1 cm in die Höhe.“ Auch das tat ich – und im gleichen Moment musste ich schallend lachen, weil ich Ihren Trick begriff.

Einfach lächeln. Kann es wirklich so simpel sein? Durchaus.


Lächeln kann Wunder wirken

 

 

 

 


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Betrachten Sie zuerst nur das linke Bild und nehmen Sie Ihre Körperreaktionen und Empfindungen wahr. Machen Sie nun das Gleiche nur mit dem rechten Bild.
Merken Sie einen Unterschied?

So wie das Ballen der Fäuste, das Zusammenbeißen der Zähne etc. ein Gefühl von Ärger auslösen kann, hat das Lächeln Wirkung auf unsere Empfindungen. Wenn Sie lächeln, entspannt sich ein Großteil Ihrer Gesichtsmuskulatur, ebenso Muskeln im Brust-, Schulter-, Nacken- und Oberbauchbereich. Unsere Psyche weiß, dass wir üblicherweise dann lächeln, wenn es uns gut geht. Dementsprechend löst Lächeln Empfindungen wie Heiterkeit und Leichtigkeit aus. Und wenn man über etwas lachen kann und es leicht nimmt, besteht eigentlich kein Grund mehr zum ärgern. Ich kann mich dann entschließen, mich nicht weiter mit dem ursprünglichen Auslöser meines Ärgers zu beschäftigen oder mit Gelassenheit an die Sache heranzugehen, wenn ich sie nicht auf sich beruhen lassen kann.

Lächeln ist ein wirksames Gegenmittel bei unterschiedlichen unangenehmen inneren Zuständen, z.B.: Empörung, Beleidigtsein, Neid, Frust, Ratlosigkeit, Druck, etc.

Lächeln ist rezeptfrei, jederzeit verfügbar, kostenlos, wirkt erstaunlich schnell (innerhalb einer Minute) und hat meistens Nebenwirkungen (selten unangenehme).

Eine erfreuliche Nebenwirkung kann sein, dass man anderen Menschen entspannter begegnet. Häufig reagiert unser Gegenüber freundlich, was sich wiederum auf unsere Gefühlslage positiv auswirkt.

„Der kürzeste Weg zwischen zwei Menschen ist ein Lächeln.“ (Verfasser unbekannt)



Über den Lerngang „Als Führungskraft Engpass-Situationen meistern“ finden Sie hier nähere Informationen.


 

KULTUhRWERK SALZSTRASSE

INK Institut für Narrative Kunst